ökumenisch, vielseitig und kompetent   
Kirchliche Umweltberatung in der Evangelischen Kirche Deutschlands Verein/Mitgliedschaft zur Förderung kirchlicher Umweltberatung

Selbstverständnis

Zeichen der Zeit
Mittlerweile unbestritten gefährden menschliche Eingriffe in die Ökosysteme die Lebensgrundlagen auf der Erde. Klimawandel, Ozonloch, Artensterben, Vergiftung von Boden, Luft und Wasser erfordern eine Korrektur der modernen Lebens- und Produktionsweisen hin zu einem nachhaltigen, die natürlichen Ressourcen schonenden Handeln auf persönlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Ebene. Die Umweltkrisen stellen eine globale Herausforderung an die gesamte Menschheit dar. Ihre Ursachen und Folgen spiegeln die sozialen Ungerechtigkeiten zwischen den reichen und armen Ländern. Ökologisches Handeln ist auch eine Forderung der Gerechtigkeit.

Wiederentdeckung des Schöpfungsglaubens
Der christliche Glaube an die gute Schöpfung Gottes verpflichtet die Christen und Ihre Kirchen angesichts der Umweltkrisen zu einer engagierten Solidarität mit der Schöpfung. Der Mensch ist ebenso Geschöpf wie die nicht-menschliche Schöpfung und zugleich zur besonderen Verantwortung der Schöpfung verpflichtet. Diese Verantwortung ist Zeichen und Folge seiner Würde und Freiheit, theologisch gesprochen seiner Gottebenbildlichkeit. Mitgeschöpflichkeit und Verantwortung für die Schöpfung sind zentrale theologische Aspekte des Menschseins und des menschlichen Handelns angesichts der schöpfungsbedrohenden Zeichen der Zeit. Da kirchliches Handeln sich wesentlich als gemeindliches Handeln vollzieht, muss es sich zukünftig an einer Mitwelt-Pastoral orientieren - einer Pastoral, die nicht nur in sozialethischer Perspektive solidarisch mit dem Nächsten, sondern umweltethisch auch solidarisch mit der nicht-menschlichen Schöpfung ist.

Mitweltpastoral
Mitweltpastoral zielt auf eine ökologische Gemeindeerneuerung. Die gemeindlichen Grunddienste der Diakonie (füreinander einstehen), des Zeugnisses (Position beziehen) und der Liturgie (den Glauben feiern) sind "ökologisch" zu erweitern. Schöpfungsfreundliches Handeln in Gemeinde und Kirche vollzieht sich auf vier Ebenen: des Einstellungswandels (Überdenken des Lebensstils und des Selbst- und Naturverhältnisses), des Alltagshandelns (nachhaltig leben), der Politisierung (politisches Engagement für die Schöpfung) und der Erneuerung (Umkehr, sakramentale Dimension der Schöpfung). Kirchliche Umweltberatung will eine solche Mitweltpastoral entwickeln, für sie werben und beratend ihre Realisierung unterstützen.

Erfordernisse
Damit kirchliche Umweltberaterinnen und -Berater entsprechend tätig sein können,
sind - ähnlich anderen Beratungsdiensten - persönliche und strukturelle Bedingungen zu erfüllen:
    ... persönliche Anforderungen:
  • glaubwürdig, geduldig und anfragbar sein
  • bereit zur Auseinandersetzung auch mit Emotionen zu sein
  • Initiative ergreifen und Prozesse anstoßen können
  • eigene Ressourcen richtig einschätzen können
  • kundig sein und Wissen weitergeben
  • eine eigene Schöpfungspiritualität entwickeln und leben
  • Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen und gewinnen


  • ... strukturelle Erfordernisse
  • Auftrag und Beauftragung
  • Aus- und Fortbildung
  • Vernetzung der Umweltberaterinnen und -berater
  • Verankerung in pastoralen Konzepten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Mitspracherechte
  • Ansprechpartnerinnen und -partner in den pastoralen Räten
  • klare Strukturen
Der Verein zur Förderung kirchlicher Umweltberatung (FKU) e.V. orientiert sein Handeln
an diesem Konzept der Mitweltpastoral, das sein Selbstverständnis zum Ausdruck bringt.




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